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Zertifizierung  / PSO-Zertifizierung

Der ProzessStandard Offsetdruck

Der ProzessStandard Offsetdruck (PSO) ist eine Regelung für farbgenaues Arbeiten im Offsetdruck. Alle Anforderungen an Daten, Proofs, Druckplatten und an den Auflagendruck sind genaustens dokumentiert und anhand von Messtechnik objektiv überprüfbar. Die Prüfwerte sind in einer internationalen Normung "ISO 12647-2" verankert und daher weltweit gültig. Geschaffen wurden der PSO auf Wunsch von Druckkunden mit bedeutendem Umsatzpotential, von den Verbänden der Druck- und Medienindustrie gemeinsam mit den Instituten wie "FOGRA", "UGRA" etc.


Was bringt der PSO speziell für Sie?

Sicher waren Sie schon einmal mit einem Druckerzeugnis nicht hundertprozentig zufrieden. Das Farbergebnis der Auflage entsprach nicht ihren Erwartungen und trotz eines mitgelieferten Proofs mussten Sie feststellen, dass der Drucker mit seiner Maschine nicht in der Lage war, die Farben im Auflagendruck exakt zu erreichen.

Oder Sie haben Druckprodukte mit identischen Motiven bei verschiedenen Druckereien produzieren lassen und die Ergebnisse wichen voneinander ab. Oder ein Nachdruck stimmte nicht mit der Erstauflage überein. Und zu guter letzt konnte die Druckerei die Terminkette nicht behalten, da sie Probleme mit den Daten hatten. Diese Vorkommnisse sind nicht nur ärgerlich, sondern kosten auch richtig Geld - für Sie und für die Druckerei. Mit Hilfe des ProzessStandard Offsetdruck gehören diese Probleme der Vergangenheit an.


Was regelt der PSO?

Da die Druckproduktion ein sehr arbeitsteiliger Prozess ist, muss sichergestellt werden, dass für den Auflagendruck relevante Farbinformationen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten eins zu eins übergeben werden. Der PSO schafft klar definierte Schnittstellen im Produktionsablauf. Voraussetzung sind korrekte Druckerdaten, in Form in einer Composite-Datei PDF/X-3.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Colormanagement und den dazugehörigen ICC-Profilen für die jeweilige Druckbedingung. Anhand eines Softproofs (Bildschirmproof an kalibrierten Monitoren) und eines Digitalproofs wird der spätere Auflagendruck inklusive Papierweiss simuliert. Auf einem farbverbindlichen Digitalproof muss ein Medienkeil mit ausgegeben werden. Der Medienkeil besteht aus einer Anzahl von genau definierten Farbfeldern, die messtechnisch überprüft und anhand von Sollwerten abgeglichen werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Drucker mit seiner Maschine die Farben auf dem Proof auch im Auflagendruck erreicht.

Besonderes Augenmerk legt der ProzessStandard Offsetdruck auf die Platten bzw. Filmbelichtung und den Druck. Als erstes wird die CtP-Strecke (Druckplattenbelichtung) linearisiert. Das bedeutet: ist in den Druckdaten 20% Tonwert eingestellt, wird exakt dieser Tonwert auf die Druckplatte übertragen. Der nächste Arbeitsschritt dieser Prozesskalibrierung erfolgt an der Druckmaschine. Die FOGRA hat eine ideale Druckmaschine definiert und somit die Tonwertzunahme festen Werten zugeordnet.

Für jeden Prozess (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) gibt es verschiedene Werte, die sich im Bogen- und Rollenoffset unterscheiden. Auf jeder Offsetdruckmaschine erfolgt ein Andruck. Dieser Testchart wird anschließend mittels eines Densitometers (Messung der Farbdichte kein Farbwert) ausgemessen. Ergebnis ist der aktuelle Zustand der Tonwertzunahme an der jeweiligen Maschine. Liegen die Tonwerte außerhalb der FOGRA-Maßgaben werden diese auf der Druckplatte angepasst.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder jetzt schon begeistert von den neuen Möglichkeiten sind, wenden Sie sich doch am besten gleich per E-Mail an uns.